Dieses Rindergulasch enthält neben Fleisch und Zwiebeln auch Kartoffeln und Karotten. Es ist damit eine kräftige Variante zwischen Gulasch und Eintopf. Tomatenmark und Paprikapulver geben der Brühe Geschmack, Lorbeerblätter ergänzen die Würze. Die Zartheit entsteht durch langsames Schmoren, nicht durch besonders große Gewürzmengen.
Aus 500 g Rindfleisch, Gemüse und einem Liter Brühe ergeben sich ungefähr vier Eintopfportionen. Plane mindestens zwei Stunden ein und rechne bei festeren Fleischstücken mit längerer Zeit. Die Kartoffeln und Karotten kommen erst später dazu, damit sie nicht während der gesamten Schmorzeit zerfallen.

Die Zutaten
- 500 g Rindfleisch zum Schmoren, etwa aus Schulter oder Bug
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Karotten
- 3 Kartoffeln
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Liter Rinderbrühe
- 2 EL Paprikapulver, vorzugsweise edelsüß
- 2 EL Öl
- 2 Lorbeerblätter
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Die Gemüsegröße beeinflusst die spätere Menge. Drei kleine Kartoffeln ergeben weniger Einlage als drei große. Schneide die Stücke gleichmäßig und passe die Flüssigkeit bei Bedarf an. Die Grundmenge Brühe ergibt ein eher eintopfartiges Gericht; für ein dichteres Gulasch kann die Soße am Ende etwas reduziert werden.
Welches Fleisch eignet sich?
Schulter oder Bug sind typische Stücke für längeres Schmoren. Sie verhalten sich anders als kurz zu bratendes Filet. Schneide das Fleisch in möglichst gleich große Würfel und entferne bei Bedarf sehr feste unerwünschte Teile. Kleine und sehr große Würfel im selben Topf erreichen nicht gleichzeitig die gleiche Zartheit.
Halte rohes Fleisch bis zur Verarbeitung gekühlt und arbeite mit sauberen Utensilien. Bereite Gemüse und Fleisch getrennt vor. Die Angabe einer Schmorzeit ist eine Orientierung; die endgültige Konsistenz prüfst du am Fleisch selbst. Wenn es nach der Mindestzeit noch zäh ist, braucht es häufig weitere sanfte Garzeit.
Rindergulasch Schritt für Schritt kochen
1. Vorbereiten: Würfle das Fleisch, schäle die Zwiebeln und schneide sie fein. Hacke den Knoblauch. Kartoffeln und Karotten kannst du später während des Schmorens vorbereiten. Stelle Tomatenmark, Paprikapulver und Brühe bereit, damit du bei der heißen Grundlage nicht erst nach Zutaten suchen musst.
2. Fleisch portionsweise anbraten: Erhitze das Öl in einem ausreichend großen schweren Topf. Brate die Fleischwürfel in einer oder mehreren Portionen an. Überfülle den Topf nicht, sonst sammelt sich viel Saft und die Stücke bräunen schlechter. Nimm fertig angebratene Portionen kurz auf einen sauberen Teller.
3. Zwiebeln dünsten: Gib die Zwiebeln in den Topf und lass sie bei etwas reduzierter Hitze weich werden. Ergänze den Knoblauch kurz vor dem nächsten Schritt. Rühre gelegentlich und verhindere, dass kleine Knoblauchstücke stark dunkel werden.
4. Tomatenmark und Paprika einarbeiten: Rühre das Tomatenmark kurz mit ein. Reduziere die Hitze, ergänze das Paprikapulver und gieße bald danach die Brühe an. Paprikapulver kann bei starker trockener Hitze bitter werden. Lass es deshalb nicht lange allein am heißen Topfboden liegen.
5. Fleisch schmoren: Gib das Fleisch samt geeignetem ausgetretenem Saft zurück, ergänze die Lorbeerblätter und bring alles zum ruhigen Köcheln. Decke den Topf weitgehend ab und gare bei niedriger Hitze. Prüfe gelegentlich den Flüssigkeitsstand und rühre vorsichtig um.
6. Gemüse später ergänzen: Wenn das Fleisch bereits deutlich weicher wird, gib die geschälten, gleichmäßig geschnittenen Karotten und Kartoffeln dazu. Plane für kleine bis mittlere Stücke ungefähr weitere 25–35 Minuten, prüfe aber ihre Festigkeit. Diese gestaffelte Zugabe verhindert eher, dass das Gemüse während einer langen Fleischgarzeit vollständig zerfällt.
7. Garheit und Würze prüfen: Das Fleisch soll sich leicht teilen lassen, die Kartoffeln sollen gar sein. Die gesamte Schmorzeit liegt häufig bei ungefähr anderthalb bis zwei Stunden oder länger, abhängig vom Fleisch. Entferne die Lorbeerblätter und schmecke erst jetzt mit Salz und Pfeffer ab.

Die Soße anpassen
Ein Liter Brühe ergibt mit dieser Fleischmenge eine relativ flüssige Eintopfvariante. Wenn du sie dichter möchtest, lass das fertige Gericht kurz ohne Deckel sanft köcheln. Dabei wird die Würze konzentrierter. Probiere daher erst nach dem Reduzieren abschließend auf Salz.
Falls die Flüssigkeit während des Schmorens zu stark verdampft, ergänze wenig heiße Brühe oder Wasser. Der Boden soll nicht trocken werden und anbrennen. Eine große Wasserzugabe kurz vor dem Servieren kann den Geschmack dagegen verdünnen. Arbeite in kleinen Schritten und kontrolliere den Topf regelmäßig.
Warum das Fleisch noch zäh sein kann
Eine schön gebräunte Oberfläche bedeutet nicht, dass ein Schmorfleisch bereits zart ist. Dafür braucht es die anschließende Zeit bei ruhiger Hitze. Wenn es noch fest wirkt, lasse es weitergaren, solange genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Sehr starkes sprudelndes Kochen ist kein verlässlicher Ersatz für geduldiges Schmoren.
Wenn die Gemüse bereits fertig sind und das Fleisch noch mehr Zeit braucht, kannst du große erkennbare Gemüsestücke vorsichtig herausnehmen und später wieder ergänzen. Für den nächsten Versuch gibst du sie entsprechend später hinzu. So bleiben Kartoffeln und Karotten als Einlage erkennbar.
Beilagen und Varianten
Durch die Kartoffeln kann das Gulasch bereits als Eintopf gegessen werden. Brot passt zum Aufnehmen der Soße. Reis oder Nudeln sind ebenfalls möglich, aber nicht zwingend nötig. Wenn du eine andere Beilage planst, kannst du die Kartoffelmenge bei einer eigenen Variante anpassen.
Etwas scharfes Paprikapulver verändert die Schärfe. Ersetze nicht ungeprüft sämtliche zwei Esslöffel edelsüßes Pulver durch eine sehr scharfe Sorte. Beginne mit einer kleinen Menge. Wein ist in dieser Grundrezeptur nicht vorgesehen; die Flüssigkeit stammt aus der Rinderbrühe.
Vorbereitung und Aufwärmen
Gulasch eignet sich zum portionsweisen Vorbereiten. Verteile nicht benötigte Mengen nach dem Essen in geeignete kleinere Behälter und kühle sie zügig. Lagere sie abgedeckt im Kühlschrank. Beim erneuten Erwärmen rührst du gelegentlich und prüfst, dass auch größere Fleisch- und Kartoffelstücke gründlich heiß werden.
Für das Einfrieren eignen sich korrekt behandelte Portionen in passenden Behältern. Kartoffeln können nach dem Auftauen etwas anders in der Textur sein. Beschrifte die Portionen nachvollziehbar und vermeide, dass ein bereits lange ungekühlt gestandenes Gericht durch Einfrieren nachträglich als sicher betrachtet wird.
Häufige Fragen
Warum kommen die Kartoffeln nicht sofort hinein? Ihre Garzeit ist kürzer als die Zeit, die ein Schmorfleisch für Zartheit braucht. Die spätere Zugabe erhält mehr Struktur.
Ist das ein trockenes Pfannengulasch? Nein. Die Brühemenge und Gemüse machen daraus eine kräftige Eintopfvariante.
Kann ich die Schmorzeit genau halbieren? Nicht zuverlässig. Zartheit hängt vom Fleischstück und seiner Größe ab. Prüfe das Ergebnis statt nur eine verkürzte Uhrzeit.
Rezeptkarte Rindergulasch mit Kartoffeln und Karotten: langsames Schmoren, später zugegebenes Gemüse und Tipps für zartes Fleisch und eine kräftige Brühe. Die Brühemenge ergibt eine Eintopfvariante. Fleischzartheit statt nur die Uhr prüfen. Kartoffeln später ergänzen, damit sie nicht während der ganzen Schmorzeit zerfallen.Rindergulasch mit Kartoffeln
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